Freitag, 19. Mai 2017

Wohnwagen gefunden!

Schade, dass ich den 14. um ein paar Tage verpasst habe... (ob man hier zurückdatieren kann?)

Nun, der Kauf des Wohnwagens hat zum Glück nicht bis jetzt gedauert, aber es kamen einige Dinge dazu, die meinen Kopf anderswo festhielten.
Wir haben uns tatsächlich für den u.g. Fendt entschieden! Wir haben das gleiche Modell im Internet mit grauen statt blauen Polstern gesehen und nun unser Fernziel im Kopf. Aber das Blau ist wirklich nicht schlimm. Und im Vergleich mit dem, was man in Blautönen alles so finden kann sowieso fast perfekt.

Kurz danach haben wir beide unseren BE-Führerschenin gemacht. Wir sind ja dankenswertwerweise so jung, dass wir nur noch die Baby-Anhänger ziehen dürfen und haben uns dann gleich für die große Variante entschieden. Und nachdem ich unseren Wohnwagen dann nach Hause ziehen durfte, bin ich sehr dankbar für die Fahrstunden! Der Fahrschulhänger hat größentechnisch keine Angst gemacht und wir sind damit durch unser Kleinstädtchen gekurvt. Schön 30-Zonen, rechts-vor-links, Fahrbahnverengungen. Als ich das Riesengeschoss an einem VW-Bus dran hatte, war ich froh über all die Übung! Ich fühlte mich wie ein LKW-Gespann und wir sind nur durch Hamburg und kaum durch unsser Kleinstädtchen gefahren. Und an einer Stelle wäre ich nur mit der kleinen B96-Schulung sicher mit Augenzuunddurch volle Kanne durch ein Schlagloch gebrettert. Bin mir immer noch nicht sicher, ob der Wohnwagen sich dann nicht vielleicht mit uns auf die Seite gelegt hätte...
Und ja, so unsicher wie ich mich immer noch gefühlt habe, war es die Kosten definitv wert! Nun noch Übung durch regelmäßiges Fahren und dann bin ich auch ganz entspannt.

Leider können wir noch nicht regelmäßig fahren, nur in Ausnahmen. Denn die Organisation eines Zugfahrzeugs läuft... sagen wir schleppend. Zum Glück darf der Mann sich mal aus der Firma den o.g. Bus ausleihen, sodass wir ihn abholen konnten, aber unser Auto darf leider gar nichts ziehen. Und wenn wir das Glück hätten und Verbrauch uns nicht interessieren würde, hätten wir schon längst ein hübsches SUV. Da aber die Spritkosten nicht der größte Posten des Urlaubs sein sollen und wir durch die Investition in den Wohnwagen ein schmaleres Budget für's Auto haben, müssen wir uns noch gedulden. Glücklicherweise ist das Wetter hier im Norden erst in den letzten Tagen überhaupt warm geworden, dass die Sehnsucht sich in Grenzen hielt. Aber spätestens im August geht es definitv für ein langes Wochenende los, da gibt's schon Termin und Verabredungen! Trotzdem würden wir auch gerne schon vorher mal los und endlich gucken, was Campen genau bedeutet :)

Dienstag, 14. März 2017

Wohnwagen gefunden?

Nachdem wir uns einige Wohnwagen angeschaut und dafür sehr viele Kilometer gefahren waren und schon viel Zeit investiert hatten, ließ die Euphorie etwas nach. Obwohl wir sogar einen mit einer integrierten Wippe im Eingangsbereich hatten, das hat man ja auch nicht alle Tage. Der war auch von der Aufteilung und Inneneinrichtung ein Träumchen, allerdings beschlossen wir, zum Wippen auf dafür ausgelegte Geräte zurückzugreifen und nicht auf einen weichen Boden. Zum Glück kam uns dann Vitamin B zur Hilfe, der Arbeitskollege des Mannes ist mit einem Händler sehr gut bekannt (und ja, ich hätte gern noch mindestens eine Cousine und ein Haustier untergebracht). Nicht zu weit von uns entfernt und sehr hilfsbereit.
Er hatte auch einen Fendt Platin da, auf den wir unser Auge geworfen hatten, allerdings war der schon so gut wie weg, als wir auf den Hof fuhren. Ein Knaus 500 Südwind gehörte noch zu unserer Zielgruppe, war uns allerdings zu verlebt und zu verbastelt. Bei nachträglichen Einbauten in gut zugänglichen Bereichen schauten Schraubenspitzen heraus - wer weiß, was da noch alles gewollt aber nicht richtig gekonnt wurde.
Der Händler notierte sich auf jeden Fall unsere zahlreichen Wünsche und No-gos, war professionell und versprach, dass sich (trotzdem) in unserem Budget was finden lassen würde. 5 Tage nichts von ihm gehört, schon wieder bisschen mimimi (Geduld, s.u.), da kam der ersehnte Anruf. Ein weiterer Fendt, Diamant, stand ganz neu auf dem Hof! Natürlich war es Freitag Nachmittag, wir hatten schon einen anderen Termin und Samstag auch keine Zeit, aber zum Glück hat ihn am Wochenende keiner weggekauft.

Nun haben wir ihn uns gestern angeschaut und sind seitdem am Überlegen.
Er erfüllt alle wichtigen Kriterien, Sauberkeit, mindestens erträglicher Polsterbezug und Platz für die Kaffeemaschine. Zusätzlich hat er noch ein Vorzelt (in passenden Farben!) und den gewünschten Mover dabei.
Nachteil ist, dass Wände und Decke zartgelb sind, was zwar für eine sonnige, warme Atmosphäre sorgt, uns in weiß aber einfach besser gefallen würde. Und die Fronten haben eine etwas altbackene Optik mit Goldgriffen. Die könnte man austauschen, beim Fendt Platin mit Silbergriffen sind uns diese nicht aufgefallen, allerdings ist der Gute am oberen Ende unseres Budgets und wir brauchen ja auch noch ne Menge Zubehör.
Der für uns perfekte Wohnwagen liegt aber so wie es aussieht noch etwas über unserem Budget, insofern geht es wohl nicht ohne Kompromisse. Außerdem ist schwer Saisonbeginn und der Markt entwickelt sich ja generell auch nicht in eine hoffnungsvolle Richtung.

Nun denn, besonders der Mann, dessen Name Dagobert hätte sein sollen (aber nur in Gelddingen. Und vielleicht der Stock. Er hätte gern auch so einen Stock. Zum Herumfuchteln.), ist eifrig am Überlegen. Demnächst mehr!

Dienstag, 14. Februar 2017

Wie lange dauert das noch?

Darf ich vorstellen, mein zweiter Name ist Geduld. Nicht.

Wir (= mein Mann und ich) haben letztes Jahr spontan bei Freunden in deren Vorzelt-Alkoven übernachtet. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass wir wohl eine Besucher-Gebühr unterschlagen haben. Starten wir das Ganze mal latent kriminiell - wir sind nämlich auf den Geschmack gekommen. Eine unruhige Nacht ist ja wohl auch ideal, um festzulegen, dass das was für einen ist. Unruhig übrigens darum, weil ich die erste Nacht woanders immer gefühlt gar nicht schlafe. Aber Angst war nicht dabei - und die habe ich in einem abgelegenen Ferienhaus schonmal gehabt. Mit dem Mann zusammen derart, dass wir den Urlaub nach vier Tagen abgebrochen haben (bei uns wurde schonmal eingebrochen, daher dürfen wir panischer als Otto Normal sein). Insofern... und eine Freundin, die das gleiche Erste-Nacht-Problem hat, erzählte mir, dass der Wohnwagen ihr zweites Zuhause geworden ist und sie gleich die erste Nacht normal schläft.

Nun denn, mit wenig Wissen gestartet und gedacht, dass man für 2.000 - 3.000 Euro schon was Gutes bekommt, das man dann noch aufhübschen kann. Mit der Zeit schlich sich auch bei mir die Realität ein, dass ich für größere (also mehr als Gardinentausch) Veränderungen weder genug Ahnung noch Talent noch Möglichkeiten habe. (Typischerweise hatte der Mann das schon früher festgestellt, aber die Zeit war ja auf seiner Seite, dass es mir von allein aufgehen konnte.) Dann also bisschen mehr Geld, 4.000 - 6.000 Euro. Ist ja auch viel Geld. Wenn man z.B. Schuhe kaufen möchte. Wenn man allerdings einen Wohnwagen möchte, der auch innen in einem Zustand ist, dass man ihn nicht vorsorglich derart mit Chemie behandeln will, dass danach keine Möbel mehr vorhanden sind (ich bin da auch besonders ekelbehaftet), gar nicht mal so viel. Also haben wir uns quer durch mobile gearbeitet und gucken seit ein paar Wochen Wohnwagen an. Anfangs macht es Spaß. DER! Nein, DER! ... hmmm, nee. Später - WIR WERDEN NIE EINEN FINDEN! DIE KAUFEN UNS DIE SCHÖNEN ALLE WEG! Dann - Ächz, wieder los?

Es bleibt für uns also sehr spannend!